Nass, kalt, unbespielbar und plötzlich wieder trocken mit Aufhellungen: Der erste Clubturniertag warf die kurz zuvor erstellten Tableaux über den Haufen.

Nein, so hat sich das Team um Turnierleiterin Ylenia Gyger den Start ins diesjährige Clubturnier nicht vorgestellt. Bereits die Prognosen waren düster und am Ende kam es dann noch schlimmer als erwartet. Doch die Geschichte von vorne:

Vorverschiebungen

Gleich mehrere Erstrundenpartien waren für den ersten Turniertag angesetzt. Aufgrund des Regenfalls der ab ca. 20 Uhr einsetzen sollte, wurden Matches kurzfristig etwas früher angesetzt und die Spieler zeigten Verständnis für die zeitlichen Anpassungen. Doch bereits nach wenigen Ballwechseln mussten die Rackets wieder in der Tennistasche verstaut werden, als sich auf den Tennisplätzen erste Pfützen zu bilden begannen.

Während sich die einen einen Pullover überzogen, nutzten andere die Unterbrechung um die erste Alpenperle zu öffnen – Hauptsache man bekommt nicht kalt. Turnierleiterin Ylenia sprach sich mit dem Fajitas-Kochteam um Pasquale Nuzzo ab, ob das Poulet in der Pfanne überhaupt gebruzelt werden sollte, oder nicht doch gleich der erste Spieltag gänzlich abgeblasen werden sollte.

«Das hört schono»

«Einige Minuten abwarten» lautete in der Folge die Devise während die Plätze zwischenzeitlich dem Weierli-Schwimmbad zum Verwechseln ähnlich sahen. «Das hört schono uf» sagte der Muotothaler Wetterfrosch Marcel Stauffer immer wieder mit Blick auf diverse Wetterradars und begann bereits die Schwämme aus dem Materiallager hervorzukramen.

Einsatz: Marcel Stauffer beim Trocknen der Plätze.

Und tatsächlich: Rund 30-40 Minuten später fielen keine Tropfen mehr vom Himmel und Stauffer legte sich mit weiteren Mitgliedern ins Zeug. Szenen, wie man sie sonst nur vom US-Open-Boden-trocknen kennt, spielten sich auf dem Hubel ab. Hier nochmal mit dem Schwamm drüber, da nochmals mit dem Besen den Sand verteilen und noch die Linien fideln und wenig später waren die TCZ-Plätze wie neu.

Auf gehts: Bälle in die Hand, Racket wieder aus der Tasche und der zweite Versuch wurde gestartet. Doch nur gerade für 40 Minuten, bevor eine erneute himmlische Dusche dem ersten Spieltag definitiv den Garaus machte.

Es hätte nicht sollen sein und die SpielerInnen kehrten durchnässt, aber doch mit einem Lächeln von den Plätzen. Wer vorhin auf die Alpenperle verzichtete, genehmigte sich spätestens jetzt das ein oder andere Schlückchen. Der Spieltag war gelaufen, der Abend allerdings noch nicht. Ylenia Gyger machte sich prompt an die Planung der nächsten Spiele und Pasquale Nuzzo und sein Team liefen in der Küche zur Dolce Vita-Hochform auf.

Spielerisch war es kein Auftakt nach Mass für das Clubturnier 2019. Doch alles in allem machte es doch Freude bei Fajitas und angeregten Gesprächen einen Abend im TCZ zu verbringen.

Bernhard Aebersold

#Verschiffet
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